Briefmarathon-Stormarn 2020

 

Amnesty Briefmarathon 2020 im Kreis Stormarn

Im Dezember ist es wieder soweit: der weltweite Amnesty Briefmarathon findet 2020 auch wieder in Ahrensburg statt. Dieses Jahr stellt Amnesty International weltweit neun Menschen in den Mittelpunkt, die von Menschenrechtsverletzungen betroffen sind oder sich für Menschenrechte engagieren und deshalb bedroht sind. Wir von Amnesty Stormarn haben uns auf drei der neuen Personen konzentriert, für die wir uns bei dem Marathon in Ahrensburg einsetzen wollen. Jeder kann sich ganz einfach für jede der drei Personen und dessen Rechte einsetzen.

Geplant sind Briefmarathon Aktionen in weiterführenden Schulen im Kreis Stormarn und in der Stadtbücherei Ahrensburg. Wegen der Corona-Epedemie ist es nicht sicher ob die Veranstaltungen statt finden. Aber auch ohne die Veranstaltungen kann jeder sich jeder für die drei Personen ganz einfach einsetzen. Schaut selbst:

Wir haben uns auf folgende drei Personen konzentriert. Für jede Person kannst Du weiter unten einen Protestbreif zum Ausfüllen und Ausdrucken herunterladen.

Pakistan: Idris Khattak

Idris ist Experte für Verschwindenlassen in Pakistan. Er jahrelang Fälle für Amnesty International und Human Rights Watch dokumentiert.  Am 13. November 2019 war Idris in einem Mietwagen auf dem Heimweg aus der Hauptstadt Islamabad, als er angehalten wurde. Seither wurde er nicht mehr gesehen. In Pakistan lassen die Behörden Menschenrechtler_innen wie Idris und andere Kritiker_innen „verschwinden“, um sie zum Schweigen zu bringen.  Im Juni gaben die Behörden zu, dass sie Idris in Gewahrsam halten und ihn wegen Verstoßes gegen das Gesetz zum Schutz von Staatsgeheimnissen anklagen werden. Sie machten aber keine Angaben zu seinem Aufenthaltsort. 

Burundi: Germain Rukuki

Germain Rukuki ist ein burundischer Menschenrechtsverteidiger, der eine 32-jährige Haftstrafe verbüßt. Er wurde nach einem unfairen und korrupten Prozess, in dem er nicht einmal selbst vorsprechen durfte, wegen „Rebellion“ und „Angriff auf die Sicherheit des Staats“ verurteilt. Dabei wurden seine Verbindungen zu der NGO „Action by Christians for Abolition of Torture“ gegen ihn verwendet. Die NGO, die sich in Burundi gegen Folter einsetzte, wurde 2016 verboten, weil sie angeblich „das Image des Staats beschmutzt“. Germain hatte ihnen eine E-Mail geschrieben, als die NGO noch legal war – das reichte der Anklage als „Beweis“.

Nassima al-Sadah , Saudi Arabien

Nassima al-Sadah ist eine schiitische Menschenrechtsaktivistin aus Saudi-Arabien. Sie setzt sich seit vielen Jahren für bürgerliche und politische Rechte, Frauenrechte und die Rechte der schiitischen Minderheit ein.  

Nassima und eine weitere prominente Aktivistin, Samar Badawi (die Schwester des inhaftierten Bloggers Raif Badawi), wurden am 30. Juli 2018 im Rahmen einer umfassenderen „Razzia der Regierung“ gegen „Aktivisten, Geistliche und Journalisten“ von den saudischen Behörden verhaftet. Nassima ist seit Anfang Februar 2019 in Einzelhaft im alMabahith-Gefängnis in Dammam.

Jani Silva

Jani Silva ist Umwelt-, Menschenrechts- und Friedensaktivistin in Kolumbien. Für den Schutz ihrer Heimat Putumayo, einer Amazonas-Region, riskiert sie ihr Leben. 

Jani Silva ist die Stimme von Hunderten Bewohner_innen im kleinbäuerlichen Schutzgebiet „Perle des Amazonas“, die wegen wirtschaftlicher Interessen von ihrem Land vertrieben werden sollen. Denn illegale bewaffnete Gruppen, das Militär, Drogenkartelle und international tätige Unternehmen sind an Bodenschätzen und Öl interessiert, die in dem Amazonas-Gebiet vorkommen. Ihnen stellt sich Jani Silva seit Jahrzehnten entgegen.

Jani Silva hat sich für Wiederaufforstungsinitiativen stark gemacht. Sie hat die sozialen und ökologischen Folgen der Erdölförderung angeprangert, unter anderem auch die Aktivitäten des Öl- und Gasunternehmens Amerisur im Putumayo-Becken. Und sie hat sich für den Umsetzungsprozess des Friedensabkommens in Putumayo eingesetzt.

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